Fallstudie: Die Wahl der richtigen Nische

Wie ich vor ein paar Beiträgen angekündigt habe, werde ich dir anhand einer Fallstudie zeigen, wie man mit einfachen aber wirkungsvollen Schritten einen erfolgreichen Webauftritt errichten kann. Und um dies noch ein wenig interessanter zu gestalten, habe ich als zusätzliches Ziel ausgerufen, mit dieser Seite innerhalb von einem Jahr monatlich mindestens 100 Euro verdienen zu wollen. Der Verdienst ist natürlich nicht der einzige Punkt, an dem sich der Erfolg einer Seite messen lässt - aber im Rahmen dieser Studie möglicherweise auch nicht ganz uninteressant.

In den folgenden Beiträgen werde ich dir Schritt für Schritt zu zeigen, wie ich dabei vorgehe und welche Tricks ich anwende, um das gesetzte Ziel zu erreichen. So kannst du dies jederzeit in deinen eigenen Projekten nachvollziehen.

Wo soll ich starten?

Was ist der erste Schritt, wenn du einen neuen Webauftritt planst? Du kaufst dir einen neue Domain mit einem schönen Namen und beginnst damit, sie mit Inhalten zu füllen?

Falsch! Das sollte nie der erste Schritt sein.

Bevor ich damit anfange, mach ich mir zuerst Gedanken darüber, in welcher Nische ich meine Seite überhaupt positionieren will.

Warum brauche ich eine passende Nische?

Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Wir planen einen neuen Webauftritt zum Thema 'Schuhe'. Wir wollen dort viele interessante Beiträge schreiben und über einen angebundenen Onlineshop verschiedene Schuhe verkaufen. Doch wie können wir garantieren, dass auch viele Besucher unsere Seite finden werden? Eine schnelle Suche unter Google mit dem Suchbegriff 'Schuhe' bringt über 1.400.000 Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit dort unter die vorderen Ergebnisse zu kommen, ist ziemlich gering.

Als Alternative können wir z.B. über Google Adsense Werbung schalten. Aber dort tummeln sich schon sehr viele andere Anbieter, welche unter dem Suchbegriff 'Schuhe' Werbung geschaltet haben. Um hier also an vorderster Stelle zu stehen, müssten wir schon sehr viel für jeden Klick zahlen, da bei Google Adsense pro Klick auf eine Anzeige abgerechnet wird. Je mehr man pro Klick bietet, umso höher erscheint die eigene Anzeige dabei auf Googles Suchergebnisseiten. Wir hätten dabei allerdings wenige Chancen, da die großen Anbieter mit Ihren großen Etats jederzeit mehr bieten können, um wieder weiter vorne zu stehen.

Wir brauchen also eine andere Strategie.

Statt uns in einem allgemeinen Markt mit den Großen zu messen, werden wir uns auf eine kleinere Nische in diesem Markt konzentrieren. Wir können uns auf eine bestimmte Marke beschränken, oder statt Schuhe bestimmtes Zubehör für Schuhe anbieten.

Aber eine gute Nische ist erst dann gut, wenn sich in ihr wenig oder keine weiteren Nischen finden lassen und in der es so gut wie keine Mitbewerber gibt.

Bei den Schuhmarken ist es schwierig, eine bestimmt Marke zu finden, die noch nicht von den großen Anbietern beworben wird. Eine Suche nach "Adidas Schuhe" bringt dies schnell zu Tage. Viel interessanter könnte hier jedoch der Bereich Schuhzubehör zu sein. Was ist zum Beispiel mit Schnürsenkeln? Es klinkt vielleicht komisch, aber dies könnte möglicherweise eine Nische sein, in der es noch nicht so viel Konkurrenz gibt.

Warum eine gute Nische sehr wertvoll ist.

Ich will es mal so erklären: Jemand, der im Internet nach einem ganz spezifischen Nischenprodukt sucht, der tut dies, weil er genau weiß was er braucht und weil er nach einem Anbieter sucht der genau dieses Produkt oder diese Informationen anbietet. Da wir uns auf diese spezielle Nische konzentriert haben, wird er viel eher auf uns aufmerksam werden und sehr wahrscheinlich auch bei uns kaufen oder unsere Inhalte lesen.

Im Gegensatz dazu wird Jemand, der nur nach allgemeinen Begriffen sucht, noch keine genaue Vorstellung davon haben, was er überhaupt sucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass solch ein Kunde auf unsere Seite kommt und etwas kauft ist viel geringer! Und von diesem Typ unentschlossenen Kunden gibt es einige!

Durch die Wahl unserer Nische haben wir diese Unentschlossenen ausgefiltert und greifen dafür exakt die Kunden ab, welche sich genau für unsere Produkte interessieren.

Man kann also sagen dass eine gute Nische ein Filter ist, der uns dabei hilft die richtigen Kunden auf unser Angebot zu leiten.

Wie finde ich die besten Nischen?

Unser Beispiel mit den Schnürsenkeln ist möglicherweise noch gar nicht die beste Nische. Die Suche nach einer wirklich idealen Nische ist nämlich sehr schwierig. Zum Glück gibt es im Internet viele frei zugängliche Tools, welche uns bei diesem Prozess helfen. Um welche Tools es sich dabei handelt, und wie man damit richtig umgeht, werde ich dir im nächsten Teil unserer Fallstudie zeigen. Dann werde ich auch festlegen, in welche Nische ich den Webauftritt dieser Studie positionieren werde.

Wir haben doch Prosecco

Ich: "Mensch, wir haben gar kein Bier mehr im Haus".
Sie: "Wir haben doch Prosecco!".
Ich: "Hallo? Heute ist HerrenVatertag!".

Mach es jetzt! Sofort!

Ist es nicht jeden von uns schon einmal so gegangen? Wir haben einen wirklich guten Einfall oder eine einzigartige Idee und wir sagen uns: "Das muss ich unbedingt mal machen!". Unbedingt! Aber nicht jetzt. Das hat noch Zeit. Die Idee habe ich ja im Hinterkopf. Aber bald werde ich mich auf jeden Fall daransetzen und die Idee in die Tat umsetzen...

Und wie sieht es dann ein wenig später mit der Idee aus? Wahrscheinlich vergessen. Höchstwahrscheinlich noch nicht umgesetzt. Und das war es dann. Chance verpasst. Und schon hört man sich wehmütig sagen: "Ach, hätte ich das doch nur damals gleich gemacht - als ich die Idee hatte." Aber jetzt ist es natürlich zu spät.

Hört sich das vertraut an? Ist es dir auch schon einmal so gegangen? Ich würde darauf wetten. Aber das ist auch der Grund warum du nicht so erfolgreich bist, wie du es sein könntest.

Nehmen wir das offensichtliche Beispiel - einen Internetauftritt. Wenn du auf dieser Seite gelandet bist, dann wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach auch selbst eine Webseite besitzen, oder zumindest planen eine zu erstellen. Und jetzt werde ich dir ein paar Geheimnisse verraten. Ich werde dir sagen, wie du mit deiner Seite richtig erfolgreich wirst.

Wenn du eine Idee für einen neuen Blogeintrag hast - setz dich sofort hin und fang an zu schreiben! Du hast gerade keinen Computer in der Nähe? Okay, dann nimm dir ein Blatt Papier oder einen Notizblock und notiere dir deine Idee. Und wenn du dann wieder am Rechner sitzt, fang gleich an den Eintrag zu schreiben. Du musst ihn nicht sofort veröffentlichen, aber schreib es auf!

Du hast eine Webseite und es gibt da eine Stelle die noch fehlerhaft ist? Dann behebe den Fehler sofort! Je länger du wartest, um so mehr Besucher deiner Seite werden darüber stolpern - und das wird sicher keinen guten Eindruck hinterlassen.

Du willst deine eigenen Produkte im Internet verkaufen? Dann setz dich hin, nimm dir einen der vielen kostenlosen Shopbausätze, bau dir einen Onlineshop und stell deine Produkte ein - fang an zu verkaufen! Wenn du denkst, dass dein Shop noch nicht so gut aussieht, dann fang danach an ihn schöner zu machen! Je eher du damit anfängst deine Produkte zu verkaufen, um so eher verdienst du auch daran. Aber plane nicht erst endlos, versuche nicht gleich alles perfekt zu machen und halte dich nicht an Kleinigkeiten auf!

Ich könnte dies noch ewig so fortführen. Aber meine Grundaussage sollte jetzt klar geworden sein.

Mach es nicht morgen! Mach es nicht nächste Woche! Mach es jetzt! Sofort!

Fallstudie: Von 0 auf 100 Euro in 12 Monaten

Ich möchte heute mal etwas Neues versuchen. Die Idee dazu geistert mir schon seit einigen Wochen durch den Kopf. Auslöser waren die Arbeiten am neuen webmatze.de Webauftritt und der damit verbundenen Überarbeitung und Übertragung all meiner bisherigen Artikel und Blogeinträge auf das neue System. Mir wurde klar, dass ich im Laufe der Jahre einige Beiträge geschrieben hatte, welche sich mit dem Erstellen von Webseiten beschäftigen. Sei es die Wahl des richtigen Domainnamens, die Auswahl des richtigen Webhosting Anbieters oder so spezielle Dinge wie das Senden von Emails per PHP. All diese und auch alle anderen Beiträge befassen sich immer mit einem speziellen Aspekt der Erstellung von Webseiten. Für sich genommen bestimmt nicht uninteressant, aber es sind eben nur einzelne Puzzelteile. Was fehlt ist ein zusammenfassender Blick auf alle notwendigen Schritte, um einen erfolgreichen Webauftritt zu erstellen.

Das ist also die Idee. Ich werde heute eine Fallstudie beginnen, die zeigen soll, wie man mit einfachen aber wirkungsvollen Schritten einen wirklich guten Webauftritt erstellt. Ich will dies jedoch nicht nur theoretisch aufschreiben, sondern am Beispiel einer richtigen Webseite Schritt für Schritt durchführen. So kannst du jederzeit verfolgen, wie das Projekt voranschreitet und sozusagen interaktiv daran teilnehmen. Und um das Ganze noch ein wenig spannender zu gestallten, werde ich als Ziel nicht nur einen fertigen Auftritt erstellen, sondern will zusätzlich zeigen, wie man mit diesem Auftritt innerhalb eines Jahres monatlich mindestens 100 Euro verdienen kann.

100 Euro klingen jetzt vielleicht nicht so viel. Aber es soll ja nur eine kleine Webseite werden, die ich zusätzlich zu meinen bereits vorhandenen Seiten betreiben werde. Die Seite soll hauptsächlich auf den deutschsprachigen Raum abzielen. Würde ich mich internationaler ausrichten, wären wahrscheinlich viel mehr monatliche Gewinne möglich. Aber ich glaube, dass auch 100 Euro erst einmal erreicht werden müssen.

So. Das ist also der Plan. In einem meiner nächsten Beiträge werde ich mit dem ersten Schritt beginnen. Dies wird logischerweise die Wahl der richtigen Nische für unsere Webseite sein. Denn erst wenn ich weiß, welches Zielpublikum ich ansprechen möchte, kann ich auch damit beginnen eine Domain zu kaufen und anfangen den Inhalt zu erstellen.

Da das Projekt über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr geplant ist, werde ich natürlich mindestens einmal im Monat von den Fortschritten berichten. Dies macht es dann später leichter, den Verlauf zu analysieren und ggf. begangene Fehler aufzudecken.

Ich hoffe du wirst an diesem Projekt ebenfalls Gefallen finden. Ich bin mir sicher das dies auch einige andere Interessierte dazu animieren wird, mal einen ganz neuen Webauftritt zu planen und umzusetzen.

Warum eine gute Überschrift Gold wert ist

Hast du dir selbst schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum du in einem Blog auf einen bestimmten Beitrag geklickt hast? Was hat den Ausschlag dafür gegeben? Warum dachtest du, der Beitrag könnte interessant für dich sein? War es die Farbe des Links? Oder vielleicht die Anzahl der Wörter? Natürlich keines von Beiden.

Was Überschriften bewirken

Du hast diesen bestimmten Beitrag angeklickt, weil dir die Überschrift suggeriert hat, dass er genau die Informationen enthalten könnte, die dich interessieren. Du interessierst dich für Autos? Dann wird dich wahrscheinlich eine Überschrift wie, "3 einfache Tricks um dein Auto noch schneller zu machen", zum Klicken animieren können.

Andererseits gibt es auch viele Blogbeiträge, welche du bestimmt nicht aufrufen wirst. Ganz einfach deswegen, weil dich die Überschrift nicht überzeugt. Entweder ist sie viel zu vage und allgemein gehalten, oder sie beschreibt ein Thema, welches dich nicht interessiert. Letzteres ist okay. Man kann sich ja nicht immer für alles interessieren. Aber der erste Grund ist einer, der hätte vermieden werden können.

Darum ist es wichtig, eine wirklich gute Überschrift für jeden einzelnen Blogbeitrag zu wählen. Du willst mit der Überschrift den Leser dazu bringen weiterzulesen! Und du wirst ihn aber nur dann dazu bringen können, wenn die Überschrift auch einen Anreiz dafür gibt.

Was eine Überschrift erreichen soll

Um zu wissen wie du eine wirklich gute Überschrift schreibst, musst du zuerst einmal wissen, wofür Überschriften überhaupt da sind. Hier sind die drei wichtigsten Ziele, die eine Überschrift erreichen soll:

  1. Sie soll Aufmerksamkeit erzeugen
  2. Sie soll einen Vorteil versprechen
  3. Sie soll die Besucher filtern

Das du mit einer Überschrift die Aufmerksamkeit deiner Besucher erreichen möchtest, ist natürlich klar. Aber nur die Aufmerksamkeit allein reicht oft nicht. Erst wenn der Besucher glaubt, dass er einen Vorteil für sich aus dem Beitrag ziehen kann, wird er ihn auch aufrufen.

Warum eine Überschrift auch Besucher filtern soll? Ganz einfach. Nehmen wir an du bringst einen Besucher dazu deinen Beitrag aufzurufen. Jedoch entspricht der Inhalt so gar nicht seiner Erwartung, welche er auf Grund der Überschrift bekommen hat. Er wird sehr schnell enttäuscht sein. Solch ein enttäuschter Besucher wird möglicherweise deine Seite verlassen und nie wiederkommen. Um das zu vermeiden, filterst du durch eine gute Überschrift alle Besucher aus, für die der Beitrag nicht interessant ist.

Nur dann, wenn auch wirklich alle diese Punkte erfüllt wurden, ist eine Überschrift eine gute Überschrift.

Warum gute Überschriften Gold wert sind

Jetzt sind wir also bei der eigentlichen Aussage dieses Beitrages angekommen. Die Überschrift also, welche dich dazu verführt hat diesen Beitrag zu lesen. Wenn ich diese Aussage hier nicht aufgreifen würde, würde ich wahrscheinlich Gefahr laufen, dich als einen treuen Leser meines Blogs zu verlieren; schließlich hat der bisherige Beitrag überhaupt nichts mit Gold zu tun gehabt.

Doch wie ich schon weiter oben geschrieben hatte - die Überschrift soll einen Besucher dazu verführen einen Beitrag zu lesen. Und der Beitrag selbst ist es schließlich, der den Besucher dazu bringen soll etwas zu kaufen. Sei dies ein wirkliches Produkt oder vielleicht auch nur eine Idee. Und wenn eine gute Überschrift dazu geführt hat, dass der Besucher etwas kauft, dann kann man durchaus behaupten, dass sie Gold wert ist.