Firefox 2.0 RC 3

Heute Nacht hat Mozilla den Firefox 2.0 Release Candidate 3 zum Download freigegeben. Wer auch schon die letzten beiden Release Kandidaten mal heruntergeladen hat, wird nicht viele Änderungen bemerken. Der Grund ist, dass die Entwickler ihr Hauptaugenmerk auf die Behebung von Fehlern und auf Geschwindigkeitsverbesserungen gelegt haben.
Welche neuen Features im endgültigen Firefox enthalten sein werden, kann auch den Release Notes entnommen werden. Hervor stechen hier vor allem die integrierte Phishing Protection, die neue Rechtschreibprüfung in fast allen Eingabefeldern oder auch für Entwickler interessant die Unterstützung von JavaScript 1.7. Um nur einige von den vielen Neuerungen zu nennen.
Was mir aber aufgefallen ist, und Einigen vielleicht als nicht erwähnenswert erscheinen wird, ist die Möglichkeit die letzte Browser Session speichern zu können. Sei es nun, dass der Browser durch einen Crash abgestürzt ist, oder weil man ihn einfach geschlossen hat - die Browsersession wird beim nächsten Neustart wieder hergestellt. Und dabei werden nicht nur die Tabs, welche vorher geöffnet waren, wieder neu geöffnet und auch nicht nur die URLs neu aufgerufen. Was sehr erfreulich ist, dass auch eingegebener Text aus Textfeldern wieder hergestellt werden. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich einen langen Text eingegeben habe und beim Senden streikte der Browser. Dies sollte nun der Vergangenheit angehören.
Und ein weiteres sehr nützliches Feature des neuen Browser Session Handlings ist auch nicht zu verachten. Nehmen wir an ich habe einen langen interessanten Artikel gefunden, aber keine Zeit mehr ihn zu Ende zu lesen. Zum Beispiel weil Feierabend ist. Wenn ich nun den Browser an dieser Stelle schließe und am nächsten Tag wieder öffne wird nicht nur die Seite wieder aufgerufen, sondern der Firefox 2.0 scrollt automatisch an die Stelle, wo ich am Tag zuvor aufgehört habe zu lesen. Das ist vielleicht eine Kleinigkeit im Vergleich zu anderen Neuerungen, aber eine wirklich praktische Kleinigkeit, wie ich finde.

Google Docs & Spreadsheets

Es ist nun schon seit einiger Zeit bekannt, dass Google den online Wordprocessor Writely.com übernommen hat. Bisher lief dieser Dienst normal weiter über den Namen Writely, doch dies hat sich heute geändert. Ab sofort sind sowohl Writely als auch Google Spreadsheets unter dem Namen Google Docs & Spreadsheets über die neue Domain docs.google.com zu erreichen.
Man kann sich dort jetzt bequem mit dem eigenen Google Account anmelden und findet sich sofort in der Übersicht für die aktivsten Dokumente wieder. Hier werden nun sowohl Spreadsheets als auch die Dokumente aus Writely angezeigt. Was sofort auffällt, alles wurde an das gängige Google Design angepasst. Man findet sich sofort zurecht und alles erscheint jetzt aus einem Guss.
Beim ersten Aufruf von Google Docs & Spreadsheets dachte ich schon, das Produkt wäre noch nicht richtig fertig, da einige Dinge nicht zu funktionieren schienen. Aber nachdem ich den Browsercache geleert hatte funktionierte dann doch alles einwandfrei. An Features in Docs ist nicht viel hinzugekommen. Einzig die Chat Funktion aus Google Spreadsheets hat jetzt auch Einzug gehalten. Auch ist es noch nicht möglich zum Beispiel Spreadsheets in ein Word Dokument zu integrieren. Dies ist beispielsweise in Zoho schon möglich. Aber laut Google soll dieses Feature auch hier bald integriert werden.

Mit der Integration von Writely in Google Docs & Spreadsheet ist Google ein weiterer wichtiger Schritt zum Web Office gelungen. Bleibt abzuwarten welche Features demnächst noch hinzukommen werden und vor allem, wie Microsoft darauf reagiert.

Übrigens, diesen Blogeintrag habe ich ebenfalls über Google Docs geschrieben und veröffentlicht!

Google Gadgets auf der eigenen Homepage

Schon seit einigen Monaten darf man die Google Startseite an die eigenen Bedürfnisse anpassen, indem man aus einer Vielzahl an Gadgets wählen kann, welche sich beliebig in die persönliche Google Startseite einbinden lassen.
Seit kurzen kann man viele dieser Gadgets nun auch in die eigene Homepage einbinden.
Dazu muss man nur auf die Seite Google Gadgets For Your Webpage gehen und kann dort nach Kategorien sortiert aus vielen unterschiedlichen Gadgets wählen.
Wie das dann auf der eigenen Homepage aussieht könnt ihr auf dieser Seite sehen.
Man kann dies sogar an die eigenen Vorstellungen anpassen und zum Beispiel einen anderen Rahmen wählen, bzw. die Größe ändern. Außerdem lassen sich für jedes Gadget verschiedenste Einstellungen vornehmen. Beim Sudoku Puzzle kann man zum Beispiel den Schwierigkeitsgrad ändern.
Außerdem lassen sich zusätzlich Google Ads einblenden.

Text in Spalten darstellen mit „CSS3 Columns“

Um beliebigen Text in Browsern mit HTML darzustellen, braucht es nicht vieler Kenntnisse. Am einfachsten ist es den gewünschten Text zwischen zwei <p> Tags zu packen und schon wird er als Paragraph auf der Seite dargestellt. Doch wie schafft man es Text wie in einer Zeitung über mehrere Spalten hinweg darzustellen? Also so, dass der Text unten in der ersten Spalte endet und oben in der zweiten Spalte fortgeführt wird! Das ist mit HTML nicht möglich? Falsch! Mit dem neuen CSS3 Modul: Multi-column layout soll dies nun doch möglich werden. Und wer schon den neuen Browser Firefox 1.5 besitzt, kann dies gleich hier an dieser Stelle testen!

Anzahl der Spalten festlegen

Um festzulegen, mit wievielen Spalten ein Text dargestellt werden soll, braucht man nur folgende CSS Eigenschaft anzugeben: -moz-column-count. Wobei das Prefix -moz- speziell für den Firefox definiert wurde, da es sich hierbei noch nicht um einen endgültig anerkannten Standard handelt. Sollte sich dieser Standard durchsetzen, würde man das Prefix weglassen und nur noch column-count verwenden. Als Wert gibt man nun die Anzahl der Spalten an:

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Identity 2.0 – eine zentrale Identität im Web

In seinem Blog chain relations schreibt Torsten Herrmann über den vergangenen Webmontag in Frankfurt. Dabeit geht er auch auf den Vortrag "Identity 2.0" von Lukas Rosenstock ein, in dem es um eine zentrale Identität im Internet geht:

Ich melde mich gerne überall extra an. Das erspart mir, dass ich über die Grenzen einer Website/eines Anbieters hinweg gescored werden kann. Ich weiß, in Consumer-Märkten können sich Marketing-Leute nichts besseres vorstellen, als Bürger finde ich die Vorstellung jedoch eher Furcht erregend. Denn wo die Daten am Ende landen oder ob sie vor fremden Zugriffen wirklich sicher sind, kann irgendwann relevant werden.

Dem kann ich auch nur zustimmen. Einerseits wäre es schon schön einen zentralen Dienst zu haben über den man sich überall anmelden kann. Nur der Bequemlichkeit wegen. Am besten mit einen Cookie welcher einem auch noch das Eingeben der Benutzerdaten erspart. Dies ist schön bei Google zu sehen, wo man sich nur einmal anmelden muß, z.B. bei Google Mail, und schon kann man auch auf den Google Calendar zugreifen. Warum dann nicht auch gleich automatisch bei del.icio.us angebmeldet sein?
Andererseits macht es mir jetzt schon Sorgen, dass Google anscheinend alle meine Bewegungen im Netz mitverfolgen kann. Bin ich bei Google angemeldet, kann Google auch ganz leicht sehen, welche Anwendungen ich von Google verwende. Das mitgespeichert wird, nach welchen Begriffen ich gesucht habe ist ja schon länger bekannt. Das nennt sich dann einfach "Search History". Aber wenn man bedenkt, dass in fast jeder Seite heute Google AdSense Werbung eingebunden ist, was sollte Google davon abhalten zu speichern, von welcher IP Adresse diese Werbungen auf welcher Seite aufgerufen wurden? Und da ich bei Google angemeldet bin, kann man der IP Adresse auch schnell einen Namen zuordnen. Und schon weiß Google ganz genau wofür ich mich interessiere, was ich kaufe und vieles mehr.
Nein, da stimme ich Torsten Herrmann zu, auch ich melde mich lieber überall selbst an. Soviel Zeit muß sein.