Über das Blog-Schreiben
Dieser Blog hat sich jahrelang vor allem um Themen aus der Webentwicklung gedreht. Tatsächlich gibt es webmatze.de schon seit über 25 Jahren! Die Seite war vor allem ein Vehikel für mich, um meine eigenen Abenteuer in der Welt der Webentwicklung zu dokumentieren.
Aber im Laufe der Zeit sind diese Abenteuer immer weniger geworden. Nicht, weil mich das Thema nicht mehr interessiert – ich arbeite tatsächlich jeden Tag als "Webentwickler" in meinem Beruf - aber ich habe langsam das Gefühl, das die Zeit der technischen Blogs sich seinem Ende nähert.
In Zeiten von AI ist der erste Reflex, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, nicht mehr die Suche nach interessanten Blog-Beiträgen anderer Entwickler. Stattdessen fragt man einfach die KI nach Details und bekommt immer häufiger auch die ausreichenden Antworten. Selbst auf Google klickt man nicht mehr auf die Suchergebnisse, sondern bekommt die Antwort direkt an erster Stelle angezeigt.
Wer liest dann überhaupt noch meinen Blog?
Ich habe das Gefühl – nur noch die KI selbst – wenn überhaupt.
Ich bin daher zu der Erkenntnis gekommen, dass ich vorranging nicht mehr für andere Entwickler oder Gleichgesinnte schreiben möchte (schon gar nicht nur für die KI), sondern ich möchte für mich schreiben.
Denn eigentlich ist es doch das Schreiben an sich, dass mir Spaß macht. Technische Artikel kann die KI hundertmal besser schreiben als ich. Aber die eigenen Gedanken und Gefühle aufs Papier zu bringen (oder in diesem Fall ins Blog), dass kann einem die KI nicht abnehmen.
Und das ist auch der Grund, warum ich die Ausrichtung dieses Blogs überdenke und den Fokus in Zukunft weniger auf technische Beiträge, sondern auf das Schreiben selber lenken möchte.
Um das zu unterstreichen, habe ich sogar das komplette Design der Seiten so angepasst, dass es das Geschriebene hervorhebt. Das Handwerkliche. Keine kalten, glatten Beiträge, keine Perfektion, sondern authentische Gefühle, unfertige Gedanken.
Ich habe mich in der letzten Zeit sehr intensiv mit dem Thema Schreiben auseinandergesetzt. Ja ich habe sogar zwei kleinere Bücher geschrieben. Und ich bin dabei an Software zu arbeiten, die mich (und andere) beim Schreiben unterstützen soll. Doch mehr dazu später.
Das Schreiben besitzt also gerade einen ziemlich großen Fokus in meinem Leben und vielleicht führt das ja auch dazu, dass ich wieder mehr Spaß an meinem eigenen Blog finden werde.
Wer auch immer bis hierhin gelesen hat... Schön das du da bist!